Worum geht es in diesem Artikel?
Dieser Artikel erklärt, warum Narben nach einer Brust-OP entstehen, wo sie je nach Operationstechnik verlaufen und welche Phasen der Heilungsprozess durchläuft. Zudem geht es darum, welche Maßnahmen die Narbenbildung positiv beeinflussen können und wann eine Narbe ärztlich kontrolliert werden sollte.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenUnser Beitrag als Podcast
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Libsyn podcast. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenDas Wichtigste vorab zusammengefasst
- Narben nach einer Brust-OP durchlaufen mehrere Heilungsphasen, bevor ihr endgültiges Erscheinungsbild sichtbar wird
- Der Narbenverlauf hängt von der gewählten Operationstechnik ab, etwa der Schnittführung in der Brustfalte, periareolär oder in der Achselhöhle
- Direkte Sonne sollte möglichst für sechs bis zwölf Monate vermieden werden
- Rauchen und Nikotin beeinträchtigen die Durchblutung und können die Narbenbildung negativ beeinflussen
- Individuelle Faktoren wie Hauttyp und Veranlagung spielen bei der Narbenbildung eine ebenso große Rolle wie die Operationstechnik
Warum entstehen nach einer Brust-OP überhaupt Narben?
→ Jede Öffnung der Haut löst eine natürliche Wundheilungsreaktion aus – die entstehende Narbe ist ein normaler Bestandteil dieses biologischen Prozesses.
Bei jedem operativen Eingriff wird die Haut durchtrennt, um Zugang zum Operationsgebiet zu schaffen. Der Körper verschließt diese Wunde durch die Bildung von neuem Bindegewebe – sichtbar wird das als Narbe. Wie ausgeprägt sie ausfällt, hängt unter anderem von der Schnitttechnik, der Nahtführung und der individuellen Wundheilung ab.
Nach dem Einsetzen von Implantaten oder der Entfernung von Brustgewebe wird die Wunde in der Regel mit feinen, mehrschichtigen Nähten verschlossen, um die Narbe so unauffällig wie möglich zu halten. Auch genetische Veranlagung spielt eine Rolle: Manche Menschen neigen stärker zu sichtbaren Narben als andere, unabhängig von der chirurgischen Sorgfalt.
Wo verlaufen die Narben bei den gängigen Operationstechniken?
→ Die Lage der Narbe richtet sich nach dem gewählten Eingriff und der individuellen Anatomie – gängige Schnittführungen verlaufen in der Brustfalte, um den Brustwarzenhof oder in der Achselhöhle.
Bei einer Brustvergrößerung erfolgt der Zugang meist in der Brustumschlagfalte, halbkreisförmig am Rand des Brustwarzenhofes oder in der Achselhöhle – abhängig von Implantatgröße und anatomischen Voraussetzungen.
Bei einer Brustverkleinerung fällt die Narbe naturgemäß größer aus, da mehr Gewebe entfernt wird. Je nach Technik verläuft sie klassisch rund um den Brustwarzenhof und senkrecht bis in die Brustfalte, oder – bei geringerem Reduktionsvolumen – ausschließlich vertikal, L-förmig oder periareolär. Welche Methode zum Einsatz kommt, wird individuell festgelegt und richtet sich nach Hautelastizität, gewünschtem Ergebnis und Ausgangsbefund.
Bei New Aesthetics in Laßnitzhöhe nahe Graz profitieren Sie dabei von der Expertise von Univ. Doz. Dr. Helmut Hoflehner und Dr. med. univ. Madeleine Stübler, die gemeinsam über 40 Jahre Erfahrung in Plastischer Chirurgie, Schönheitschirurgie und ästhetischen Behandlungen verfügen.

Ein dezentes Narbenbild ist für uns kein Nebenaspekt, sondern ein zentrales Ziel jeder Operationsplanung.
Univ. Doz. DR. HELMUT HOFLEHNER
FACHARZT FÜR PLASTISCHE, ÄSTHETISCHE UND REKONSTRUKTIVE CHIRURGIE
Wie verändert sich das Erscheinungsbild der Narben im Heilungsverlauf?
→ Frische Narben sind zunächst gerötet und leicht erhaben, bevor sie sich über Monate hinweg allmählich abflachen und heller werden.
In den ersten Wochen nach der Operation ist die Narbe meist gerötet, leicht verhärtet und kann spannen oder jucken – ein normaler Teil der Wundheilung. In der anschließenden Reifungsphase, die mehrere Monate dauert, baut der Körper das Narbengewebe allmählich um: Die Rötung nimmt ab, die Textur wird weicher. Das endgültige Erscheinungsbild einer Narbe lässt sich frühestens nach sechs bis zwölf Monaten realistisch beurteilen.
Bis dahin kann sich das Aussehen noch deutlich verändern, weshalb frühzeitige Bewertungen des Ergebnisses selten aussagekräftig sind.
| Phase | Zeitraum | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| Wundheilungsphase | Woche 1–3 | Rötung, leichte Schwellung, Spannungsgefühl |
| Reifungsphase | Monat 1–6 | Allmähliche Abflachung, Farbe hellt sich auf |
| Ausreifung | Monat 6–12 | Narbe wird weicher, endgültiges Bild sichtbar |
Was kann die Narbenbildung positiv beeinflussen?
→ Konsequenter Sonnenschutz und der Verzicht auf Nikotin zählen zu den wirksamsten Maßnahmen, um die Narbenbildung positiv zu beeinflussen.
Direkte Sonne sollte möglichst für mehrere Monate vermieden werden, da UV-Strahlung zu dauerhaften Pigmentveränderungen führen kann. Auch der Verzicht auf Nikotin spielt eine zentrale Rolle, da Rauchen die Durchblutung verschlechtert und dadurch die Wundheilung beeinträchtigen kann. Zusätzlich hilft das konsequente Tragen des Kompressions-BHs in den ersten Wochen dem gesamten Heilungsverlauf.
Nach vollständigem Wundverschluss können zudem beispielsweise Silikongele oder -pflaster unterstützend eingesetzt werden.

Wir begleiten jede Patientin über den gesamten Heilungsverlauf hinweg persönlich – weil individuelle Nachsorge genauso zum Ergebnis beiträgt wie die Operation selbst.
Dr. MADELEINE STÜBLER
FACHARZT FÜR PLASTISCHE, ÄSTHETISCHE UND REKONSTRUKTIVE CHIRURGIE
Wann sollte man ärztlichen Rat zu einer Narbe einholen?
→ Anhaltende Rötung, Verhärtung oder Schmerzen sind ein Grund, die Narbe fachärztlich beurteilen zu lassen.
Die meisten Narben verheilen ohne Komplikationen. In manchen Fällen kann es jedoch zu einer verstärkten Narbenbildung kommen. Man unterscheidet dabei zwischen hypertrophen Narben, die wulstig und gerötet, aber auf den ursprünglichen Wundverlauf begrenzt bleiben und sich häufig mit der Zeit bessern, und Keloiden, die über die Wundgrenze hinauswachsen und in der Regel eine gezielte Behandlung erfordern.
Wenn eine Narbe deutlich wulstig, stark gerötet oder anhaltend schmerzhaft bleibt, sollte sie ärztlich kontrolliert werden. Eine regelmäßige Nachkontrolle ermöglicht es, den Heilungsverlauf frühzeitig einzuschätzen und bei Bedarf gezielt gegenzusteuern.
Jetzt persönliches Beratungsgespräch vereinbaren
Fazit
Narben nach einer Brust-OP sind ein natürlicher Teil des Heilungsprozesses und verändern sich über viele Monate hinweg. Schnittführung, Veranlagung und konsequente Nachsorge bestimmen gemeinsam, wie unauffällig eine Narbe letztlich verheilt.
Bei New Aesthetics begleiten wir Sie vom ersten Beratungsgespräch bis zur letzten Nachkontrolle – mit dem Ziel eines ästhetisch überzeugenden Ergebnisses und einer möglichst unauffälligen Narbe.
FAQ
Verschwinden Narben nach einer Brust-OP vollständig?
Narben verblassen mit der Zeit deutlich und werden weicher, verschwinden jedoch nicht vollständig. Wie unauffällig das Endergebnis ausfällt, hängt von Technik, Veranlagung und Nachsorge ab.
Ab wann darf ich Narbenpflege auftragen?
Erst wenn die Wunde vollständig verschlossen ist, üblicherweise nach Entfernung des Nahtmaterials. Der genaue Zeitpunkt wird individuell bei der Nachkontrolle festgelegt.
Beeinflusst die Implantatlage die Sichtbarkeit der Narbe?
Die Implantatlage – submuskulär oder subglandulär – wirkt sich vor allem auf die Kontur der Brust aus, nicht direkt auf die Narbe selbst. Entscheidend für den Narbenverlauf ist in erster Linie die gewählte Schnittführung.
Kann ich die Schnittführung selbst mitbestimmen?
Die Schnittführung wird gemeinsam im Beratungsgespräch besprochen. Persönliche Wünsche fließen ein, die endgültige Empfehlung richtet sich jedoch nach medizinischen und anatomischen Voraussetzungen.
Wie lange dauert es, bis eine Narbe ihre endgültige Form hat?
Das endgültige Erscheinungsbild einer Narbe lässt sich meist erst nach etwa sechs bis zwölf Monaten, in manchen Fällen auch später, beurteilen. Bis dahin können sich Farbe und Struktur noch deutlich verändern.
Weitere interessante Themen: Plastische Chirurgin Graz
Helmut Hoflehner
Univ. Doz. Dr. Helmut Hoflehner ist allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger sowie stellvertretender ärztlicher Leiter der Schwarzlklinik. Als Spezialist für Ästhetische Chirurgie sieht er seine Arbeit als Lebensinhalt: Den sichtbaren Behandlungserfolg und das gesteigerte Wohlbefinden seiner Patientinnen und Patienten versteht er als Motivation und tägliche fachliche Herausforderung.



